Verborgene Schätze: Die Reliquien in St. Johann
Die heutige Stiftskirche St. Johann ist eine der frühen gotischen Hallenkirchen in Westfalen und ein wichtiger geistlicher Ort im Bistum Osnabrück. Ihre Bedeutung spiegelt sich in dem überregional heraus- ragenden Reliquienschatz des Stiftes, der dessen geistliche Aura über Jahrhunderte prägte.
In ungeheuer aufwändig hergestellte Stoffe eingenäht, belegen die zahlreichen, oft sehr kleinen Reliquien den hohen Stellenwert, den die Gegenwart der Heiligen im Alltag der Stiftskirche besaß. Die Ausstellung Verborgene Schätze“ präsentiert die Geschichte dieses außer- gewöhnlichen Bestandes, der erst 1972 im ehemaligen Hochaltar der Kirche wieder entdeckt wurde.
Schatzkammer St. Johann · 12. Mai – 31. Juli 2011
(anschließend bis 15. November 2011 nach Vereinbarung):´
Di.–Sa. 10 –13 Uhr und 15–18 Uhr, So. 12–18 Uhr
Zusätzliche Zeiten für Führungen von Schulklassen und
Gruppen möglich; tel. Anmeldung: 0541 350-630
(über Pfarrbüro St. Johann)
Kulturgeschichtliches Museum
In die Wüste gebaut – 1000 Jahre St. Johann“,
eine Ausstellung von Studierenden für Schüler im Akzisehaus des Kulturgeschichtlichen Museums. Vom 11. Mai bis 13. November 2011 kann man sich hier mit den historischen Kirchengebäuden Osnabrücks auseinandersetzen: ob klassisches Kirchenmodell, 3D-Visualisierung oder Klappenquiz – so viel ist sicher, Langeweile wird hier nicht aufkommen!
Kulturgeschichtliches Museum, Akzisehaus
11. Mai – 13. November 2011
Di.–Fr. 11–18 Uhr, Do. bis 20 Uhr; Sa. + So. 10–18 Uhr.
Schulgruppenanmeldung: 0541 323-2207
Diözesanmuseum
Typisch Bischof. Bischof Detmar und die Gründung des Stiftes St. Johann
Im Jahr 1011 gründete Bischof Detmar von Osnabrück das Stift St. Johann und damit die Keimzelle der Osnabrücker Neustadt. Unter dem Titel Typisch Bischof“ fragt das Diözesanmuseum danach, inwieweit Detmar hier die Gepflogenheiten seiner Zeit aufgriff und die Gründung einer klösterlichen Gemeinschaft zu den Erwartungen an die Bischöfe dieser Zeit gehörte. Der Blick richtet sich auf das Verhältnis der Oberhirten zu Kaiser Heinrich II., das in der Verbrüderung“ bei der Synode von Dortmund 1005 einen Höhepunkt erfährt.
Darüber hinaus geht es um den Bischofssitz Osnabrück mit seinen angrenzenden Siedlungen und den Glanz der Gottesdienste des 11. Jahrhunderts. Neben dem bedeutenden Kapitelskreuz birgt der Domschatz weitere erlesene Stücke dieser Zeit, die den Stellenwert des geistlichen Lebens und des mit ihm verbundenen Kunstschaffens beleuchten.
Schließlich wird der Bogen zu Bischof Benno II. ins ausgehende 11. Jahrhundert geschlagen und dabei thematisiert, warum Benno den Osnabrückern bis heute viel nachdrücklicher in Erinnerung geblieben ist als der von der historischen Forschung ebenfalls zu den bedeutendsten Osnabrücker Bischöfen gezählte Detmar.
Diözesanmuseum · 12. Mai – 30. Oktober 2011
Di.–So. 10–18 Uhr · Mo. geschlossen
Infos: 05 41 / 318-481
Eröffnung am 11. Mai 2011, 17.00 Uhr, in St. Johann
Täglich außer Montags geöffnet · Eintritt: Kombikarte 5,00